geladener Realisierungswettbewerb
Außenanlagen TDB Landschaftsarchitekten
zusammen mit ARS Roberto Scarsato
Leitidee
Die Neubebauung schafft ein signifikantes Entrée für das neue Stadtquartier und bildet
gleichzeitig ein Gebäudeensemble, das eine Visitenkarte für die SWM und die Verwaltung der
Landeshauptstadt München darstellt. Auf Grundlage der Rahmenbedingungen des
Masterplans entstehen charismatische Baukörper, die im städtebaulichen Kontext ein
selbstbewusstes Signal setzen.
Städtebauliches und landschaftsplanerisches Gesamtkonzept
Die - im wahrsten Sinne des Wortes - herausragende Bedeutung des Baugrundstückes wird
durch die beiden 40m und 60m hohen Gebäude baulich markiert. Das Quartier hat hier seine
Adresse. Die öffentliche Nutzung bzw. die zentralen Kerngebietsfunktionen entsprechen der
selbstbewussten Platzierung der Baukörper. Das Gebäudeensemble ist eine städtebauliche
Dominante, aber auch Auftakt und Bestandteil des angrenzenden Stadtquartiers. Es markiert
den Übergang vom lebendigen städtischen Verkehrsplatz - mit seinen vielfältigen
Mobilitätsangeboten - zum geschützten Quartierspark, der das Herz des neuen Stadtteils
darstellt. Anders als der westliche Zugang zum Quartierspark, der durch die
Freianlagenplanung charakterisiert wird, ist die Situation an der Zschokke - / Ecke
Westendstraße durch das neue Gebäudeensemble gerahmt und definiert. Die Baukörper der
Hochhäuser formulieren mit ihrem gemeinsamen Verbindungsbau einen baulich gefassten
Rahmen, der als Torhaus zum Quartier fungiert. Hier konzentrieren sich Handel, öffentliche
und soziale Funktionen.
Der nach außen orientierte Stadtplatz entwickelt sich zum Quartier hin zum geschützten
Stadtraum mit Aufenthaltsqualitäten, die zum Verweilen einladen.
Gestaltung der Baukörper
Aus den Vorgaben von Master- und Bebauungsplan werden Baukörper formuliert, die dessen
Themen und Motive in den „großen Maßstab“ transportieren. Die charakteristische Form der
pentagonalen Volumen wird für beide Türme aufgenommen. Die Grundform wird
weiterentwickelt und den konkreten städtebaulichen Rahmenbedingungen angepasst.
Die Baukörper reagieren auf spezifische Parameter des Kontextes wie zum Beispiel
Gebäudehöhen, Blickachsen und nachbarschaftliche Bezüge. Jeder Baukörper erhält dadurch
sein individuelles und charakteristisches „Shaping“. Dem Standort und der Funktion des Ortes
mit seiner transformatorischen Charakterisierung entsprechend wird das Motiv der „Innen-
Außen-Situation“ an den Baukörpern ablesbar umgesetzt. Nach „Außen“ hin präsentieren sich
die Gebäude mit einer „robusten Schale“, die sich nach „Innen“ zu einem filigranen Geflecht
aus Bauwerk und Natur verwandelt. Der Verbindungsbau, der die Türme verbindet und sie
damit zu einem baulichen Ensemble macht, unterstützt diesen Ansatz maßgeblich. An
exponierter Stelle hilft er, die städtebauliche Situation eindeutig zu formulieren. Dieser
Bedeutung wird konsequent in der Nutzung entsprochen. Hier sollen die öffentlich
zugänglichen Service- und Dienstleistungsbereiche der Verwaltung angeordnet werden.